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RA1D_SCHNITZEL_ #41 Posted 22 March 2019 - 03:18 PM

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Die effektivste Waffe der letzten 60 Jahre sind und bleiben motivierte Einheimische mit Kalashnikovs, RPGs und diversen Sprengstoffen. Egal ob Vietnam, Afghanistan (Russen und Amis), Irak, Jugoslawien, Tschetschenien, Kolumbien, Mali etc. Stets ist es den technisch völlig überlegenen Angreifern nicht gelungen, einen mit Guerilla-Taktiken kämpfenden entschlossenen Gegner entscheidend zu schlagen. Eine international aktive Armee muss daher zwei komplett unterschiedliche Aufgaben erfüllen: Einerseits eine Antwort auf die erwähnte assymetrische Kriegführung finden und andererseits ein Hightech-Arsenal als Abschreckung für potenzielle Invasoren bieten. Dies gilt natürlich v.a. für sekundäre Mächte, die nicht unter einem nuklearen Schutzschirm leben wie wir Europäer, also z.B. Iran, Saudi Arabien, Indien, Pakistan, diverse südostasiatische und südamerikanische Länder etcpp. aber auch wir in Europa wären dumm, wenn wir unsere konventionellen Streitkräfte (idealerweise im europäischen Verbund) komplett wegsparen würden. Solange aber diese konventionellen Kräfte auf allen Seiten primär als Abschreckung verstanden werden und keine aktive Rolle spielen, wird deren Fortschritt - zumal angesichts der stets zunehmenden technischen Komplexität und Kosten - relativ langsam bleiben. Was ja auch gut ist, weil das Geld das dort reingebuttert wird volkswirtschaftlich ineffizient ist. Daher denke ich nicht, dass wir in naher Zukunft revolutionäre Sprünge in der Grundausstattung sehen werden. Klar, grundsätzlich wird die Automatisierung weitergehen aber die Grundausstattung mit Infanterie, Panzer, Artillerie und Luftwaffe wird imho bis auf weiteres bestehen bleiben. Einfach weil es keinen Grund gibt, hier komplett umzustellen. Eine deutlich grössere Rolle wird hingegen die elektronische Kriegführung einnehmen mit Hackern etc., ich denke dass wir hier erst am Anfang stehen aber das ist wiederum ein anderes Kapitel und ergänzt die beschriebenen Aufgaben, ersetzt sie aber nicht.

 

Sonst paar Anmerkungen zum Geschriebenen: Die A-10 ist für den assymetrischen Kampf einfach absolut perfekt. Sie ist schneller und hat eine höhere Feuerkraft als Kampfhubschrauber aber ist langsam genug, damit der Pilot die Situation vor Ort einschätzen und richtig reagieren kann, im Ggs. zu den geplanten Ersatzflugzeugen F-16 und F-35. Daher werden die Amis wenn sie schlau sind die A-10, solange sie in derartigen Kriegen aktiv sind, nicht ausmustern. Eine Neuentwicklung wiederum wäre schlicht zu teuer, man versucht ja eher immer mehr Funktionen in ein einzelnes Flugzeug zu packen statt derartige Spezialisten zu fertigen aber das geht, wie man an der F-35 sieht, nicht immer so richtig auf.

Und ein Agrarflugzeug ist das Ding nun wirklich nicht, es fliegt doch rund dreimal schneller als so ein Teil. Dennoch würde ich damit NICHT in einen Dogfight gegen ein zeitgenössisches Kampfflugzeug gehen. Gegen F-16 oder noch neuere Typen hätte das Teil aber sowas von keine Chance, dafür hat die A-10 weder genug Antrieb noch die nötigen Waffensysteme. Die paar AIM-9s kannst du vielleicht gegen Hubschrauber einsetzen, gegen richtige Kampfjets kommst du gar nicht in Schussposition.

 

M1A2 Abrams wurden meines Wissens bis in die 2010er-Jahre gebaut und es wurde zumindest erwogen, neue zu bauen.

 

Flugzeugträger sehen heute zwar im Grunde immer noch ähnlich aus wie die ersten Forrestal-Class Supercarrier der späten 50er aber haben damit nur noch sehr wenig zu tun. Wieviel moderner z.B. die neue Gerald R. Ford ist sieht man, dass sie im Vergleich zur Nimitz nur noch halb so viel Besatzung hat. Die Flugzeugkatapulte sind übrigens nicht mehr dampfgetrieben sondern elektromagnetisch ;)

 

Und ja, ökonomische Aspekte spielten und spielen bei der Rüstung eine enorme Rolle. Nicht umsonst wurden einige der faszinierendsten Projekte wie etwa die XB-70 Valkyrie aus Kostengründen fallengelassen. 

 

Und das mit dem Flugzeugbenzin wäre mir absolut neu. Grundsätzlich funktioniert ja ein Turboprop im Ggs. zu einem Kolbenmotor nach dem selben Prinzip wie ein Strahltriebwerk mit Mantelstrom, also etwa das Triebwerk der A-10. Wieso es hier vom Benzin her derart unterschiedliche Anforderungen geben soll erschliesst sich mir nicht ganz. Ausgedient hat der Propeller allenfalls bei Frontflugzeugen, im Logistikbereich (Hercules, A-400M etc.) dürfte er noch ein langes und erfolgreiches Leben haben. 

 

 


 

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Iron_Lu_Cypher #42 Posted 22 March 2019 - 03:34 PM

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Karl da liegst du vollkommen daneben!

Kosten Flugstunde Reaper Drone ca. 1.500 $

Kosten Flugstunde A-10 ca. 11.500 $

Kosten Flugstunde Super Tucano (Turboprop) ca. 500 $

 


Edited by Iron_Lu_Cypher, 22 March 2019 - 04:02 PM.


RA1D_SCHNITZEL_ #43 Posted 22 March 2019 - 04:20 PM

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Zumal die Reaper Drohne auch mit Turboprop fliegt ;) 

 

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Globonaut #44 Posted 22 March 2019 - 04:27 PM

    Senior Sergeant

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Ich finde wir reden aneinander vorbei. Ich denke prinzipiell an modernere Interpretationen bestehender bzw. an völlig Neue Waffengattungen. Sobald sich da irgendwo eine Türe aufmacht wird dort auch investiert bzw modernisiert und dann sind Kosten auch nicht so wichtig. Bei der XB 70 zum Beispiel wäre das ja grundsätzlich „nur“ ein noch schnellerer Bomber gewesen und nicht eine Grundsätzlich neue Waffe. Kennt ihr Videos wie dieses?:

 

 

Da Roboter in Zukunft nicht nur hier auf der Erde sondern auch bei der weiteren Raumfahrt immer wichtiger werden ist hier sicherlich auch außerhalb der militärischen Nutzung ein enormer Entwicklungsprung in den nächsten Jahren zu erwarten. Das größte Problem momentan ist sicherlich die Energieversorgung. Jetzt stellt euch mal eine Armee aus solchen K.I. gestützten Robotern vor die die von Schnitzel als so erfolgreich beschriebenen Guerillia Taktiken ausüben. Klingt alles nach Science Fiction aber ich denke das die Reise ganz klar da hin geht. Von irgendwelchen Nano Maschinen mal ganz abgesehen.


Edited by Globonaut, 22 March 2019 - 04:42 PM.

Omnia Vincit A[r]mor

Phippoooo #45 Posted 22 March 2019 - 04:42 PM

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Das Hauptproblem aller Armeen ist dass sie sich nur schwer auf asymmetrische Kriegsführung e8nstellen können. Da haben es die vietcong und die Taliban und wie sie alle heissen wesentlich besser. Der gesamte organisationsapparat inklusive Logistik fehlt teilweise, was natürlich zu weniger gut organisierten Operationen führt. Was aber egal ist, denn diese Art vonntaktikbwird nicht angestrebt. Kleine Gruppen mit hoher schlagkraft setzen teilweise ganze battalione unter drück, weil diese sich nicht auf das geänderte Moment einstellen können.
- Quälen tut sich nur der tumbe Tor,der Tigerfahrer lernt mit Humor -

Iron_Lu_Cypher #46 Posted 22 March 2019 - 04:45 PM

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View PostRA1D_SCHNITZEL_, on 22 March 2019 - 03:18 PM, said:

...  Ausgedient hat der Propeller allenfalls bei Frontflugzeugen, ...

 

Zumal die Reaper Drohne auch mit Turboprop fliegt 

 

 

;)

Der Propeller ist noch lange nicht tot!

 


Edited by Iron_Lu_Cypher, 22 March 2019 - 04:45 PM.


Globonaut #47 Posted 22 March 2019 - 04:45 PM

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Block Quote

 Das Hauptproblem aller Armeen ist dass sie sich nur schwer auf asymmetrische Kriegsführung e8nstellen können. Da haben es die vietcong und die Taliban und wie sie alle heissen wesentlich besser. Der gesamte organisationsapparat inklusive Logistik fehlt teilweise, was natürlich zu weniger gut organisierten Operationen führt. Was aber egal ist, denn diese Art vonntaktikbwird nicht angestrebt. Kleine Gruppen mit hoher schlagkraft setzen teilweise ganze battalione unter drück, weil diese sich nicht auf das geänderte Moment einstellen können.

 

Ja eben, wenn du nun eine Armee hast die genau so ohne menschliche Verluste und deutlich planvoller agieren kann steht man meiner Meinung nach vor einem Paradigmen Wechsel.


Edited by Globonaut, 22 March 2019 - 04:49 PM.

Omnia Vincit A[r]mor

RA1D_SCHNITZEL_ #48 Posted 22 March 2019 - 05:47 PM

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View PostGlobonaut, on 22 March 2019 - 04:45 PM, said:

 

 

Ja eben, wenn du nun eine Armee hast die genau so ohne menschliche Verluste und deutlich planvoller agieren kann steht man meiner Meinung nach vor einem Paradigmen Wechsel.

 

Der Paradigmenwechsel wäre aber va. politischer Natur. Der Grund weshalb die Amis zur Zeit nach den Kriegen in Afghanistan und Irak etwas vorsichtiger sind mit Interventionen in anderen Ländern ist ja primär die hohe Opferzahl an amerikanischen Soldaten und weniger die desaströsen Auswirkungen vor Ort. Sollten erstere wegfallen wäre leider wieder vermehrt mit dummen Abenteuern à la George W. zu rechnen. 

 

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ATGMKARL #49 Posted 23 March 2019 - 11:44 AM

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Ich würde jetzt auch gern noch was schreiben, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll, drum laß ich's. Muss jetzt auch los weil ich meiner Freundin eine große Hunderunde versprochen habe. ;)



RA1D_SCHNITZEL_ #50 Posted 23 March 2019 - 12:13 PM

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View PostATGMKARL, on 23 March 2019 - 11:44 AM, said:

Ich würde jetzt auch gern noch was schreiben, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll, drum laß ich's. Muss jetzt auch los weil ich meiner Freundin eine große Hunderunde versprochen habe. ;)

 

Schade

 

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ATGMKARL #51 Posted 21 May 2019 - 12:20 PM

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Nee Schnitzel, nicht schade, ich wollte mich ja nur noch mal rückversichern. Den Punkt mit dem Treibstoff habe ich geklärt. Jets und Turboprops verwenden unterschiedlichen Treibstoff und der für die Props ist teurer. Der von dem ich das weiß, hat von Flugzeugen keinen blassen Schimmer, aber er hat BWL studiert und ist jetzt Rechnungshengst. Der hat Listen vor sich liegen oder flimmern was wieviel kostet und wo in welcher Menge verbraucht wird. Bei den Flugzeugträgern bin ich dran und sicher scheint bisher, dass die Nimitz Klasse mit Dampf (bei der USS George H.W. Bush unsicher)  betrieben wird und die USS Gerald R. Ford als Flaggschiff der Gerald Ford Klasse eine elektro-magnetisches Katapult hat. Wobei mir versichert wurde, das dampfbetrieben keinesfalls rückständig sei, es geht nur um die Fähigkeit des Dampfes sich explosionsartig ausdehnen zu können. Die Art und Weise der Dampfbereitstellung hat sich von Kohle über Diesel/Schweröl auf elektrisch erzeugt geändert. 

 

 






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